Die Schreibwerkstatt schafft Verbindung

Bericht über den Aufbau eines Netzwerkes an der Gemeinschaftsgrundschule Kaiserswerth

von Frau H. Hosterbach

Nach unserem Aufruf nach den Weihnachtsferien begannen wir am 30. Januar 1999 mit unserer Arbeit an der Vernetzung der Schreibwerkstatt - hier befinden sich der Server und 12 bereits vernetzte Rechner - mit den Klassenräumen auf der 1. und 2. Etage. Ziel ist es, in jeder Klasse einen Computerarbeitsplatz einzurichten, mit dem die Kinder in den Zeiten Freier Arbeit/Freiarbeit untereinander Verbindung aufnehmen können, um selbstgeschriebene Texte auszutauschen oder direkt durch ein sogenanntes Telefonprogramm in Kontakt zum Informationsaustausch treten können.
Sobald unsere Schule über einen Internetzugang verfügt, ist die Schreibwerkstatt so ausgelegt, dass über den LINUX-Server, der die Verbindungen zu den einzelnen Klassenarbeitsplätzen aufbaut, auch gezielt Informationen von außen eingeholt werden können.
Der Herr der Netzkabel: Rainer Nagel
Unter Anleitung der beiden LINUX-Fachmänner Rainer Nagel und Ingo Matthäs begann eine lange Beratung, wie die baulichen Gegebenheiten eines Schulhauses mit der Baukultur um die Jahrhundertwende mit noch vorhandenen kaiserlichen Decken geschickt für unser Vorhaben genutzt werden konnten. Sodann teilten sich die Helfer in verschiedene Teams ein, so dass die anfallenden Arbeiten aufgrund der jeweiligen beruflichen Erfahrung professionell umgesetzt werden konnten.

Herr Büsselmann, Herr Günther, Herr Maecker, Herr Meyer zu Schwabedissen sind hier auf dem linken Bild aktiv.

Das Team der Väter war vor allem besorgt um die Verlegung der Kabel. Dazu wurden zunächst die Abdeckplatten der Decken hochgenommen, so dass die beiden HUB's in die Zwischendecke installiert werden konnten. Hierzu musste auch die entsprechende Stromversorgung fachmännisch verlegt werden.

Wo gearbeitet wird, fallen Späne ... Herr Meyer zu Schwabedissen, Herr Zang und die Hilti auf dem rechten Bild;

hier links Herr Günther. 
 

In der Zwischenzeit bemühten sich Ingo Matthäs und Rainer Nagel um die Instandsetzung des Servers. Dies leider nur unter großen Nervenverlusten, so dass schließlich eine rigorose Neuinstallierung begonnen wurde. Als dann gar nichts mehr ging, kam die große Stunde des ALDI-Laptops. Er half, die geheimnisvollen Welten zwischen den einzelnen Computerkomponenten auszuloten und Verbindungen zu schaffen. Dies gelang an diesem ersten Tag allerdings nur in Ansätzen. Die Server-Fortsetzung folgte sodann am Sonntag.
 

Ingo Matthäs: Ein Fortsetzungsroman mit Laptop
 
Das leibliche Wohl bei Pizza und selbstgebackenen Kuchen stand dann trotz aller handwerklichen Begeisterungsstürmen und Computerüberlegungen für kurze Zeit im Mittelpunkt des Geschehens. In Bildfolge von links nach rechts: Herr Günther (Kl.1a), Herr Meyer zu Schwabedissen (Kl.1M+4M), Herr Zang (Kl.1M), Herr Maecker (Kl.4M), Herr Büsselmann (Kl. 1a), Herr Schneider (Kl.1a), Rainer Nagel (LINUX), Ingo Matthäs (LINUX), Herr vom Bruch (Kl. 4b+1M); Frau Zimmermann (stv. Schulpflegschaftsvors./Kl. 4M).
 

Nach der Mittagspause kam dann der erste große Durchbruch: Die Kabelverbindung von 1. und 2. Etage war geschafft.
 

Siegreich hält hier rechts Herr Günther das verbindungsschaffende Kabel in der Hand - verbunden mit dem hier leider nicht mehr hörbaren Freudenschrei: "Ich hab's !"
 
 

Nach dieser ersten Erfolgsmeldung lässt sich schon darüber fachsimpeln, wie das Kabel an den Computer kommt... Ingo Matthäs, Herr Maecker, Rainer Nagel.
Hierzu bedarf es dann "nur noch" der passenden Crimpzangen und eines intensiven Farbendialoges mit den farblich markierten Leitungen, damit der Computer auch diese Arbeit zu schätzen weiß. Doch leider war heute noch nicht der große Tag der Farbdurchblicke ...

Währenddessen schraubte Herr vom Bruch aus diversen Einzelteilen einen leistungsstarken PC für die Klasse 1 a zusammen. Auch fertigmontierte aber leider defekte Elemente konnten den Erfolg als Tageslohn nicht aufhalten. Dies gelang unter den interessierten und kritischen Augen von Albrecht (Kl.1M), Carl (Kl.4M) und Lars (Kl.4M) besonders gut.

Den Abschluss dieses ersten Tages besorgten dann die LINUX-Fachmänner mit der geduldigen Installation des Servers. Diese Arbeit war so aufwendig, dass sie am darauffolgenden Sonntag weitergeführt wurde.
Aber was computer- und schulbegeisterte Männer sind, lassen sich von den bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht gerade großflächig sichtbaren Arbeitsergebnissen nicht schrecken.
Statt dessen hieß es:

"Am nächsten Samstag sind wir aber wieder hier. "
Herr Schneider
Herr Büsselmann
Die bisher von Laien übersehenen wichtigen "Kleinigkeiten", die zum Gelingen der Computerlaufbereitschaft unbedingt nötig sind, nämlich vor allem die ordnungsgemäße Stromzufuhr, wurde dann, dank jetzt auch ausreichend vorhandenen Kabels, fachmännisch in den einzelnen Klassen verlegt . Dann konnte es endlich an das Crimpen der Netzkabel gehen. Dies bedeutet, dass die Kabel mit den nötigen Steckern versehen werden, so dass die im Computer installierte Netzwerkkarte die übertragenden, Signale empfangen kann.

Herr Günther und die Farbenlehre des Crimpens.

Jetzt bewegten sich auch die ersten Computer an die in jeder Klasse eingerichteten Schreibwerkstatt-Ecken.
Herr Günther und Herr Büsselmann in der Klasse 3 a.

Während dieser jetzt sichtbar fortschreitenden Arbeiten in der 2.Etage wich das Lachen in der Schreibwerkstatt dem Haare raufen. Entweder wollten die Netzwerkkarten nicht einsehen, dass sie, wie die Installationsprofis Jürgen Bode und
Detlev Kaese befahlen, funktionieren konnten, oder aber Windows wollte sich nun an diesem Samstag nicht bequemen durchzustarten oder ....

Jedenfalls wurden 2 Rechner überlistet, so dass auch sie an ihren neuen Standplatz in die 2. Etage verlegt werden konnten. Doch dann der Schreck: Der HUB in der 2. Etage empfängt keine Signale. Doch wo liegt der Fehler - etwa bei einem Kabel oder bei einem Stecker oder ...

Zum Glück wird es aber wieder einen Samstag geben, an dem die Computerfreaks auch diesem Problem auf den Grund gehen und es besiegen ...

Bis dahin freuen sich die ersten Kinder über die Arbeitsmöglichkeiten in der Schreibwerkstatt. Die Schreibwerkstatt schafft Verbindung zwischen den Klassen: Lina, Anna-Lena und Sofie unter der Aufsicht von Frau Kleinertz (Direktorin der Schule) haben für die Klasse 1a die ersten Telefonnachrichten von der Klasse 3/4M empfangen, gelesen und selbstständig beantwortet.